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Frauenbüro - Stadt Göttingen

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08.11.2017
Vortrag zum Thema „Mädchen und Frauen im Salafismus”

In der Diskussion um die Anziehungskraft von Salafismus für junge Menschen dominiert das Bild des bärtigen Kämpfers die öffentliche Wahrnehmung. Mädchen werden vor allem als Opfer der salafistischen Ideologie betrachtet. Dabei wird außeracht gelassen, wie die spezifischen Radikalisierungsverläufe von Mädchen und jungen Frauen von statten gehen und welche Präventionsmaßnahmen möglich sind.

Das Frauenbüro in Kooperation mit dem Mädchenarbeitskreis von Stadt und Landkreis Göttingen sowie dem VNB veranstaltet am Donnerstag, 09.11.2017 eine Fortbildung zum Thema „Mädchen und Frauen im Salafismus

Die Fortbildung findet zweigeteilt statt. Sie beginnt mit einem Vortrag von 10:30 - 12:30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses. Der Titel des Vortrages lautet:

Salafistische Anziehungsmerkmale für Jugendliche und Heranwachsende - Mit besonderem Bezug zur Situation von Mädchen und jungen Frauen

Referentin Dr. Nina Käsehage ist Historikerin und Religionswissenschaftlerin und promovierte an der Georg-August-Universität Göttingen im Fachbereich Religionswissenschaft über die salafistische Szene in Deutschland. Ihr Feldforschungsportfolio umfasst 175 Interviews mit salafistischen Predigern und Anhängern in Deutschland, der Türkei und weiteren acht europäischen Ländern. Darüber hinaus engagiert sie sich im interreligiösen Dialog, der für sie die Grundlage eines friedlichen, gesellschaftlichen Miteinanders ist. Sie befasst sich Themengebieten wie dem Religiösen Extremismus und den Präventions- sowie Deradikalisierungsmöglichkeiten hinsichtlich gewaltaffiner Akteurinnen.

Anmeldungen nur für den Vortrag sind noch möglich. Bitte per Mail mit Name und ggf. Institution an: frauenbuero@goettingen.de

Ab Mittag geht es mit begrenzter TN-Zahl weiter mit dem Workshop „Die Notwendigkeit pädagogischer Präventionsarbeit im Kontext salafistischer Radikalisierung”.

Der Workshop wird neben Dr. Käsehage durch Frederike Güler geleitet.

In ihrem Studium der Ethnologie und Sozialgeschichte befasste sich Frederike Güler umfassend mit dem Thema Salafismus als religiöse Jugendbewegung, insbesondere mit der Frage, was die Szene auch für Mädchen und Frauen attraktiv macht. Für ihre Magisterarbeit zum Thema Niqab führte sie Gespräche und Interviews mit jungen Frauen in Deutschland, die sich dafür entschieden hatten eine Vollverschleierung zu tragen. Zurzeit promoviert sie an der PH Freiburg zu Bildungsverläufen von jungen Geflüchteten am Übergang von Schule zu beruflicher Bildung.

Nähere Informationen:

Frauenbüro Stadt Göttingen, Britta Thür, 0551-400-3305, b.thuer@goettingen.de

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